Mit dem Rudi-Högner-Förderpreis zeichnen wir Studienarbeiten im Technischen Design aus, welche durch besonders innovative Lösungen, hervorragende Konzeptideen oder die Verbindung von ästhetischer Qualität und technischer Durcharbeitung besonders überzeugen.

Högner war maßgeblich an der Begründung und Aufbau des Industriedesigns in der DDR beteiligt. Er prägte die Ausbildung der ersten Generation industrieller Formgestalter in der DDR.

Mehr über Rudi Högner erfahren
 

2020 · Christian Hermeling
»Entwicklung eines im Portfolio der Erdbewegungsmaschinen übertragbaren Maschinendesignentwurfs für die nächste Produktgeneration«

 

2020 · Tobias Zerger
»Entwurf einer Aufzugskabine in modularer Leichtbauweise für flexible Anwendungen in unterschiedlichen Schachtabmessungen«

 

2020 · Michael Zinn
»Entwurf eines nachhaltigen medizinischen Operationstisches für den Einsatz in Katastrophenszenarien«

 

2020 · Paul Judt

 

2020 · Michael Zinn

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Die aktuellen Preisträgerinnen

Der Rudi-Högner-Förderpreis 2020 sollte im Rahmen einer Veranstaltung im September vor ort verliehen werden. Dank Covid-19 verlieh Mathias Willner die Auszeichnung der Preisträger online im Rahmen der digitalen Semestereröffnung im Ende Oktober 2020.

Rudi Högner (1907—1995)

Högner war maßgeblich an der Begründung und Aufbau des Industriedesigns in der DDR beteiligt. Er prägte die Ausbildung der ersten Generation industrieller Formgestalter in der DDR. Spezifisch dafür war die gestalterische Grundlagenausbildung, die für die Designausbildung an ostdeutschen Hochschulen typisch wurde. Nach einem Startversuch an der Dresdener Kunsthochschule ab 1948 baute er schließlich an der Kunsthochschule Weißensee ab 1953 mit zwei Mitarbeitern die Abteilung Industrielle Formgestaltung im Wesentlichen zeitgleich zur Errichtung der Hochschule für Gestaltung Ulm auf. Der Formalismusdiskussion, in dessen Folge Mart Stam Ende 1952 als Rektor der Kunsthochschule Weißensee entfernt wurde, konnten sich Högner und seine Mitstreiter mit der Schwerpunktsetzung Technisches Design »kulturpolitische[n] Einmischungsversuche[n] erfolgreich« entziehen. Die ersten diplomierten Industriedesigner verließen 1958 die Hochschule in Weißensee.

Als später die Ausbildungskapazität für Industriedesign an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung Halle ausgebaut wurde, waren die Lehrkräfte in der Anfangszeit ausnahmslos Schüler von Högner. Zu seinen Schülern gehören unter anderem Clauss Dietel und Erich John.

Er gab Designausbildung für Ingenieure, so z. B. ein zweijähriger Lehrgang der Kammer der Technik ab 1958 und die Design-Ausbildung im Rahmen seiner Gastprofessur an der Technischen Universität Dresden, aus der sich das Zentrum für Technisches Design als Forschungs- und Ausbildungseinrichtung entwickelt hat. Im Rahmen der Lehrgangskurse der Kammer der Technik bearbeitete Högner gemeinsam mit Chefkonstrukteuren Dresdner Unternehmen des Maschinenbaus und der Elektrotechnik Aufgaben, die aus den Unternehmen mitgebracht worden waren.

 

Mehrere der in der Zweijahresarbeit entstandenen Entwürfe wurden durch die Unternehmen in die Serienfertigung überführt.

Högner schuf Entwürfe für die Industrie, u. a. Möbel, Textilien, Elektrogeräte, Video- und Phonogeräte, Medaillen und Geldmünzen (u. a. die Aluminiummünzen des Münzgeldes der DDR). In einer Befragung in der Zeit nach seiner Emeritierung gab Högner die zwischen 1948 und 1954 in Dresden entstandenen Entwürfe für die Industrie und die zwischen 1954 und 1972 in Berlin entstandenen »konkreten Studienarbeiten für die technische Industrie« als wichtigstes Werk an.

 

2012 · Jörg Berthelmann:
Entwurf einer Faltschachtelklebemaschine
für die besonderen Anforderungen des Digitaldrucks

 

2012: Konrad Tröger:
Konzeption und Entwurf eines Heckleuchtensystems
aufbauend auf OLED-Technologie

 

2014 · Thomas Bühner:
Studie eines integralen Audi-Sport- und Rennwageninterieurs

 

2012 · Eric Seidlitz:
Entwurf eines Hochgeschwindigkeitszuges
unter Benutzung integrativer Fahrzeugstrukturen aus Organoblech

 

2014 · Christoph Philipp Schreiber: Studie eines straßenfahrtauglichen
Wende-Mähdreschers für die Getreideernte der Zukunft

 

2014 · Sven Grasselt-Gille: Interieurdesign einer
mobilen Test- und Startbasis für Flüssigkeitsraketen

 

Lenard Opeskin: »Trace –
Entwurf eines altersgerechten Fahrzeuginnenraums
für ein vollautonomes Mobilitätskonzept«

 

Lenard Opeskin: »Trace –
Entwurf eines altersgerechten Fahrzeuginnenraums
für ein vollautonomes Mobilitätskonzept«

 

Helge Wanta:
»Fernsteuerung von Teleskopladern im landwirtschaftlichen Einsatz«

 

Fanny Hauser: »Rotorblattbefahranlage ›Aqua‹ –
Wetterunabhängige Wartung von Rotorblättern
an Offshore-Windenergieanlagen«

 

Samuel Bodner:
»Entwurf eines Maschinensystems zur Sanierung
von Betonbrücken mittels Textilbeton«

 

2016 · Franziska Kern
»User-Experience-Methoden im Technischen Design«

 

2016 ·Christian Jacobs
»Designentwurf einer modularen Plug-in-Kabine für mobile Arbeitsmaschinen«

 

2016 · Frank Apitz: »Entwicklung formaler Referenzlösungen
für Class-A-Standard-Situationen (Strak) im Produktentwicklungsprozess«

 

Rudi-Högner-Förderpreis 2010 für die Diplomarbeit von Christoph Häußinger

 

Rudi-Högner-Förderpreis 2010 für die Belegarbeit von Frank Mühlbauer

 

Rudi-Högner-Förderpreis 2009: Christian Knobloch für seinen Entwurf eines Schreitharvesters

 

Rudi-Högner-Förderpreis 2009 für Anja Knöfels Entwurf einer Druckmaschine.

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Die Preisträger:innen der vergangenen Jahre

Der Rudi-Högner-Förderpreis wird seit 2009 zunächst im Rahmen des Symposium Technisches Design, seit 2012 im Rahmen der Abendveranstaltung der Konfernz Entwerfen Entwickeln Erleben verliehen — zuletzt 2019 auf Schloss Albrechtsberg.